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Messung Lebens- und Ergebnisqualität in Pflegeheimen - Ergebnisse einer Fachtagung in Berlin

30.01.12
Von: Susanne David

Wie misst man gute Ergebnisqualität in der Pflege? Im Rahmen einer Fachtagung in Berlin gibt die Pflegewissenschaft erste Antworten.

Schon seit vielen Jahren wird bemängelt, dass die Ergebnisqualität der pflegerischen Versorgung im Verhältnis zur Struktur- und Prozessqualität nicht ausreichend berücksichtigt werde. Diese Feststellung bezieht sich auf externe Qualitätsprüfungen ebenso wie auf andere Methoden der Qualitätsbewertung. Vor diesem Hintergrund haben das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein Projekt vergeben, mit dem Kriterien, Methoden und Instrumente zur Erfassung von Ergebnisqualität entwickelt werden sollten. Das Projekt wird seit Dezember 2008 vom Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (IPW) und vom Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH (ISG) durchgeführt.

Im Verlauf des Projekts waren Qualitätsindikatoren und Instrumente zu erarbeiten, mit denen sich Ergebnisqualität zuverlässig messen und beurteilen lässt. Eine besondere Herausforderung bestand darin, Indikatoren zu finden, die sich auf Ergebnisse beziehen, die von einer Einrichtung und ihren Mitarbeitern maßgeblich beeinflusst werden können.

Praxistest in 46 Pflegeeinrichtungen

Die Kriterien wurden während einer zehnmonatigen Praxisphase in 46 vollstationären Pflegeeinrichtungen erprobt. Beteiligt waren freigemeinnützige, private und öffentliche Träger. „Die meisten Einrichtungen haben sehr positiv reagiert, manche fanden die eine oder andere Überraschung in den Ergebnissen. Einige haben prompt reagiert und bestimmte Schwachstellen noch während des Projekts im Rahmen ihres internen Qualitätsmanagement aufgegriffen“, fasst Studienleiter Dr. Klaus Wingenfeld vom IPW die Reaktionen aus den Einrichtungen zusammen.

Insgesamt haben die Pflegewissenschaftler 29 Indikatoren zur Beurteilung von Ergebnisqualität entwickelt, die sich in „gesundheitsbezogene Indikatoren“ (15) und „Indikatoren zur Erfassung der Lebensqualität“ (13) unterscheiden (plus Sonderindikator „Ergebnisse der Angehörigenarbeit“). Nach den Worten der Pflegewissenschaftler sind diese Indikatoren geeignet, Ergebnisqualität vergleichend zu beurteilen. Sie seien sowohl für das interne Qualitätsmanagement als auch für eine öffentliche Qualitätsberichterstattung verwendbar. Zudem könnten die Ergebnisse prinzipiell im Rahmen externer Qualitätsprüfungen beurteilt werden.

Detaillierte Infos zu diesem Projekt und ihren Ergebnissen finden Sie hier.


 

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